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Birgit M.

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Dienstag, 3. Mai 2016, 22:08

ErnährungsethikPflanzen-Ethiker sind so nützlich wie Flöhe auf einem Pudel

- von Udo Pollmer

Zuerst sind diejenigen gekommen, die Tiere nicht töten wollten, um sie zu essen. Dann kam eine noch unverständlichere Spezies. Nämlich die, die noch nicht einmal Pflanzen aus dem Boden reißen, um sie zu essen. Der bekennende Anti-Veganer und -Frutarier Udo Pollmer schüttelt angesichts der Logik der Ernährungsethiker nur mit dem Kopf.

Fragen der Ethik drängen zunehmend Sachfragen in den Hintergrund. Ethikkommissionen wuchern in unserer Überflussgesellschaft wie Geschwüre, selbsternannte Ethikkommissare okkupieren immer neue Lebensbereiche. Je komplexer die Zusammenhänge werden, desto willkommener sind einfache Bewertungsschemata. Sie bieten schnelle Orientierung und ersparen eigenes Nachdenken.

So ist beispielsweise die Frage, ob man Tiere töten darf, um sie zu verspeisen, rein sachlich wertlos, klingt aber ethisch ziemlich anspruchsvoll. Rein sachlich wertlos, weil zur Produktion von Pflanzenkost ebenfalls viele Tiere ihr Leben lassen müssen - und sei es nur, weil der Pflug die Kinderstuben der Feldmäuschen zerstört und den Nachwuchs tötet. Aber auch Wildschweine werden geschossen, weil sie die Felder verwüsten. In Afrika jagen die Bauern Elefanten, weil die Dickhäuter natürlich lieber vom gedeckten Tisch der Plantagen fressen, statt sich mühsam in der Savanne ihr Futter zu suchen.

Die Frage also, ob man Tiere töten darf, um sie zu essen, wäre demnach unvermeidlich um die Frage zu ergänzen, ob man Tiere töten darf, um Pflanzen zu essen. Falls die Antwort auch diesmal negativ ausfällt, dann bleiben uns zumindest noch Luft und Liebe zum Leben. Immerhin!

- weiter -

http://www.deutschlandradiokultur.de/udo…ticle_id=346790
Alles geschieht zu seiner Zeit ! Der Weg ist das Ziel !! - Konfuzius

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