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  • »krausimausi81« ist der Autor dieses Themas

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1

Freitag, 30. November 2012, 17:23

Meine Reha in Schloß Schönhagen

Ich habe jetzt meine vier Wochen in Schlo Schönhagen geschaft und am Montag gehts gen Heimat. Nun wollte ich mal berichten.

Schloß Schönhagen liegt fast direkt an der Ostsee, besteht aus einem Schloß und zwei großen Bettenhäusern, wo neben den Patientenzimmer auch die Ärzte, Physio ect. untergebracht ist. Es gibt eine Turnhalle, ein Schwimmbad und ein Reha-FitnessStudio. Hauptschwerpunkt ist Onkologie und Ortophädie, wobei Lymphpatienten mit zur Onkolgie gehören. Ihc musste mich die ersten Tage daran gewöhnen, dass viele Brustkrebspatienten mit am Tisch sitzen. Da aber alle auf dem Weg der Besserung sind, war die Stimmung sehr gut.

Hier gibt es nur abschließbare Einzelzimmer, die geräumig und schön eingerichtet sind, Alle haben einen Balkon (ich mit Meerblick) und einen Kühlschrank. Ein Beistellbett kann mit reingeschoben werden bei Besuch. Fernseher, WLAN, Telefon und Wasser wird seperat berechnet (aber bezahlbar).
Abends und am Wochenende ist immer für Beschäftigung gesorgt (von Malen, Töpfern, Schwimmen, Sporteln, Angebote in der Sporthalle, Tansfer und Ausflüge in die benachbarten Städte und und und). Auch für mein Auto war Platz...

Das Essen ist besser als im Krankenhaus...aber schlechter als zu Hause. Frühs und Abends mit Buffett und Mittags konnte aus drei Essen gewählt werden. Es wurden immer Kalorien und Fett angegeben. Immer frischen Salat und sehr abwechslungsreich. es wird aber nicht mehr direkt dort gekocht, deswegen hat die Qualität wohl etwas abgenommen (wurde von Helios übernommen). Es gibt 6 Essengruppe, die ersten mussten schon 6:45 frühstücken und die letzten erst 8:30. Falls die zugteilte Essenezit aber gar nicht geht, kann mann das immer besprechen.

Die Betreuung war einfach nur genial...mein Aufnahmegespräch dauert über eine Stunde und alle Probleme wurden erst genommen. Da viele Lipödem-Patienten auch ortophädische Probleme haben, finde ich diese Kombination sehr gut. Ich habe jeden Werktag 60 Minuten MDL bekommen, wobei nicht gewickelt werden musste (nach den OP´s ist viel schon weg) und es gab viele Tipps zur eigenen Unterstützung. Spezielle Vorträge gabs für uns nicht, aber es wurde sich um eine neue Versorgung gekümmert. Dazu gings ins Wasser zum Bewegungsbad und Rückenschimmen. Ich habe top Physiotherapie bekommen, sowohl einzeln als auch in der Gruppe, Strum und Ultraschall, Musikgymastik und gezielten Muskelaufbau im "Fitnessbereich". Alle waren immer bemüht, das man nach deinem Möglichkeiten gut gefordert war. Für mein Astma habeb ich Inhaltation und natürlich lange Spaziergänge am Stand bekommen. Auch gab es ein ausführliches Ernähungsseminar und Lehrküche. Ich wollte pyschologische Unterstützung und habe sie in Gruppen und Einzelgesprächen auch bekommen. Dazu lernt man ein Entspannungverfahren ( Yoga, Autogenes Training oder progressive Muskelentspannung). Ingeamt haben alle bereich hervorragend ineinandergegriffen und mich wieder wunderbar auf die Beine gestellt. Natürlich war alles sehr anstrengend und falls es zuviel wurde, konnte jderzeit etwas gestrichen werden.

So...ich hoffe, ich habe nichts vergessen. Ich habe meine Reha jetzt zwischen den Operationen gemacht und kann das auch nur empfehlen...Akkus wieder aufladen und Kraft für den weiteren Weg sammeln.

Montag gehts wieder heim...mit einem Stopp in Göttingen. Um mir Stress zu ersparen, wurde ich nur um 6 Tage verlängert. So kann ich meinen Termin bei Dr. Felmerer machen, ohne erneut wieder dahin zufahren. Dass finde ich doch mal richtig nett :).

PS: ich habe 3 cm an den Waden verloren und doch wirklich 3 Kilo abgenommen :jubel: . Ohne Stress gehts ja doch...
Susi

Diagnose Lipödem 09/2010
1. OP 12/2010 2. OP 02/2011 Dr. Bien Lympho-Opt, Beine außen und Beine innen
3. OP 03/ 2011 Dr. Zollmann, Jena, Rückseite Oberarme
4. OP 09/2011 Dr. Hasse Paracelsusklinik Beine komplett
Bei Dr. Felmerer 12/2011 Beine komplett, 02/2012 Lipo und Hautstraffung Arme, 09/2012 Rückseite Beine, 02/2013 Hautstraffung Oberschenkel

2

Sonntag, 9. Dezember 2012, 21:03

Hallo Susi,
Dein Bericht hat mich sehr interessiert. Da ich Krebspatientin mit Lymphödem bin, wäre die Klinik wahrscheinlich geeigneter als die Földi-Klinik, in der ich dieses Jahr war. Allerdings hatte ich bereits 3 Rehas wegen meiner Krebserkrankung und eine weitere wurde abgeliehnt, da ein Stillstand eingetreten war. Das ist jetzt nicht mehr der Fall, es sind neue Metas aufgetreten. Mal schauen, welche Behandlung ansteht und ob dann wieder eine Reha möglich ist.
Mein Lymphödem macht immer noch große Probleme.

Liebe Grüße
Änne

  • »krausimausi81« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 291

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3

Sonntag, 9. Dezember 2012, 21:23

Hallo liebe Änne,

tut mir leid, dass bei dir wieder Metastasen gefunden wurden. Ich wünsche dir einen guten Heilungsverlauf und frage doch dann wieder wegen einer Reha. Den Frauen hat die Reha danach dort sehr gut getan. Es wurde auch immer das Programm neu geplant, falls es mal zuviel wurde. Es wurden auch einfache Haushaltsmittelchen angewendet (Z. B. Quarkpackungen bei Rötungen im Strahlungsgebiet). Oft so simpel und so hilfreich. Viele wurden über Sport und Spaß deutlich fitter.
Ich habe bei der Mitteilung meines Termines auch einen Zettel bekommen, wo ich drauf schreiben sollte, was mir wichtig ist, was sich verbessern möchte und was ich zu Hause an Behandlung bekomme. Wenn dein Lymphödem dann die Hauptbaustelle ist, solltest du das dort auch reinschreiben...

Wenn dein Krebs geheilt ist und du dich wohlfühlst...gebe es auch die operative Möglichkeit einen Lymphbahnentransplantation. Ich habe das bei meiner Bettnachbarin im Krankenhaus miterlebt...bei Ihrer Entlassung war der Arm wieder so schmal :).
Susi

Diagnose Lipödem 09/2010
1. OP 12/2010 2. OP 02/2011 Dr. Bien Lympho-Opt, Beine außen und Beine innen
3. OP 03/ 2011 Dr. Zollmann, Jena, Rückseite Oberarme
4. OP 09/2011 Dr. Hasse Paracelsusklinik Beine komplett
Bei Dr. Felmerer 12/2011 Beine komplett, 02/2012 Lipo und Hautstraffung Arme, 09/2012 Rückseite Beine, 02/2013 Hautstraffung Oberschenkel

4

Donnerstag, 13. Dezember 2012, 21:00

Hallo liebe Susi,
Ein Transplantation ziehe ich nicht in Erwägung. Jede OP ist bei meinem schlechten Immunsystem auch ein Risiko.
Allerdings werden Krebsbehandlung und Lymphödem immer parallel laufen, da der Krebs nicht mehr heilbar ist. Ich habe vor, das Beste aus der Situation zu machen und alles Möglichkeiten - sofern die Kassen etc. mitmachen - auszuschöpfen.

Quarkpackungen, das habe ich auch schon gehört aber noch nicht ausprobiert. Bisher habe ich den Arm mit einem angefeuchteten Tuch gekühlt.

Liebe Grüße
Änne

PandoraH

Erleuchteter

Beiträge: 2 644

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5

Samstag, 19. Januar 2013, 14:56

Ein Transplantation ziehe ich nicht in Erwägung. Jede OP ist bei meinem schlechten Immunsystem auch ein Risiko. Allerdings werden Krebsbehandlung und Lymphödem immer parallel laufen, da der Krebs nicht mehr heilbar ist. Ich habe vor, das Beste aus der Situation zu machen und alles Möglichkeiten - sofern die Kassen etc. mitmachen - auszuschöpfen.

Hallo Änne,

das sehe ich, nicht zuletzt auch in Anbetracht des Erysipel-Risikos und Deiner besonderen Situation, genauso. Trotzdem wäre vielleicht eine Vorstellung in Göttingen gar nicht ao abwegig, da dort in der lymphologischen Spezialambulanz in allen Lebenslagen bezüglich des Lymphödems geholfen werden kann - ob das nun eine chirurgische Therapie ist in Form von Lymphgefäßtransplantation / Lymphknotentransplantation, Resektions-OP etc. oder eben, wie sicher in Deinem Fall, eine konservative in Form von MLD und MKS, die auch - wenn in onkologischer Hinsicht durch Rehabilitationsmaßnahmen alles Erreichbare ausgeschöpft ist - eine regelmäßige lymphologische Reha beinhalten sollte, um weitere Verschlimmerungen aufzuhalten.

Mein Lymphödem macht immer noch große Probleme.

Auch wenn im Moment die onkologische Seite dominiert durch die Metastasen, Dein Lymphödem aber solche großen Probleme bereitet, könnte m. E. eben am besten durch spezialisierte Lymphologen eine Richtungsweisung erfolgen.
Viele Grüße
Pandora

„Hoffnung ist eben nicht Optimismus, ist nicht Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat - ohne Rücksicht darauf, wie es ausgeht.“
(Vaclav Havel)

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6

Mittwoch, 23. Januar 2013, 17:44

Hallo Pandora,
nächste Woche habe ich einen Termin in Duisburg bei einem Allgemeinmediziner mit Fachrichtung Lymphologie.
Dann werde ich hoffentlich noch ein paar gute Ratschläge oder Behandlungsansätze bekommen.

Liebe Grüße
Änne

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