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Freitag, 8. Februar 2019, 13:04

Berliner Morgenpost: Kassen zahlen ab 2020 Fettabsaugen für erkrankte Frauen (mit Live-Abstimmung)

Ab 2020 zahlen die Kassen für Fettabsaugungen. Das gilt aber nur für Frauen, die die stärkste Form der Fettverteilungsstörung haben.

Von Philipp Neumann

Zitat

Es ist eine Krankheit, die ausnahmslos Frauen trifft und gegen die auch keine Diät hilft. Etwa drei Millionen Frauen in Deutschland leiden darunter, dass sich an Armen und Beinen mehr Fettgewebe bildet als üblich. Mediziner sprechen von einem Lipödem, von einer „krankhaften Fettverteilungsstörung“. Dagegen hilft oft nur, das Fett abzusaugen.

Das Problem dabei: Bisher zahlen die gesetzlichen Kassen den Eingriff nicht. Der medizinische Nutzen des Absaugens sei nicht hinreichend belegt, hieß es immer wieder. Jetzt aber gibt es Bewegung.


Eine gute Zusammenfassung der Entwicklung der letzten Wochen bis zur Zwischenlösung der Befristung (bis zum Jahr 2024), hierzu mehr im Artikel.

Unter dem Artikel besteht die Möglichkeit, an einer Live-Abstimmung teilzunehmen „Sollten die Krankenkassen alle Stufen des Fettabsaugens bezahlen?“

Quelle und zum kompletten Artikel + Live-Abstmmung:
https://www.morgenpost.de/politik/articl…wIrMPtRik_YF6Ic

PandoraH

Erleuchteter

Beiträge: 2 776

Registrierungsdatum: 3. September 2011

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2

Samstag, 9. Februar 2019, 13:57

Sehr interessant sind auch folgende Absätze in dem o.g. Artkel:


Zitat

Kritik am Bundesausschuss – wegen Verschleppung

An diesem Zeitplan hält der Bundesausschuss auch jetzt noch fest, wie der Vorsitzende Hecken in dem Brief betonte. Deshalb sollen die Krankenkassen die Kosten für besonders schwere Fälle zunächst nur bis zum Jahr 2024 erstatten.

Erst nach Vorliegen der Ergebnisse der neuen Studie soll auch entschieden werden, ob Frauen mit weniger schweren Lipödemen das Fettabsaugen von ihrer Kasse bezahlt bekommen.

Im Bundesgesundheitsministerium wird auf zahlreiche andere Fälle verwiesen, in denen der Bundesausschuss, in dem Ärzte, Krankenhäuser und Kassen fernab von politischem Einfluss agieren, Entscheidungen verschleppt hat.

Es besteht also leider die Gefahr, dass die Verzögerungstaktik weitergeht, wenn den Verantwortlichen nicht permanent auf die Finger geguckt wird, auch wenn es jetzt nach einem Teilerfolg aussieht.

Zitat

Kritik von den Krankenkassen und der SPD

So sei über die Aufnahme der Systemischen Psychotherapie in die Liste der Kassenleistungen seit sechs Jahren nicht entschieden worden. Entscheidungen über die Finanzierung bestimmter Tests beim Brustkrebs (Mammakarzinom), die die Kassen seit 2013 bezahlen wollen, seien bis 2023 ausgesetzt worden.

Andere Entscheidungen, etwa über die Bezahlung eines bestimmten Verfahrens der Computertomografie, laufen seit mehr als zehn Jahren. Gleichwohl hatte Spahn für seinen Vorstoß beim Fettabsaugen viel Kritik einstecken müssen, unter anderem von den Krankenkassen, der SPD und seiner eigenen Bundestagsfraktion.

Es drängt sich der Gedanke auf, dass Krankenkassen und Kritiker wetteifern in einer Art „Milchmödchenrechnung“ und den volkswirtschaftlichen Schaden durch Krankheit, Frühverrentung etc. komplett ausblenden, mal ganz abgesehen vom individuellen Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit .
Viele Grüße
Pandora

„Hoffnung ist eben nicht Optimismus, ist nicht Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat - ohne Rücksicht darauf, wie es ausgeht.“
(Vaclav Havel)

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