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Varilla71

Schüler

  • »Varilla71« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 2

Registrierungsdatum: 13. März 2017

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1

Freitag, 17. März 2017, 09:42

Hallo, ich bin neu hier...

... und habe
schon ganz viel gelesen, bevor ich mich nun vorstelle.

Ich bin 46 Jahre alt und wohne zwischen Köln und Düsseldorf, bin verheiratet
und habe eine Tochter, die 9 Jahre alt ist.



Seit der Pubertät habe ich Probleme mit meinem Gewicht - mal ging es hinauf,
mal hinunter. Aber selbst wenn ich wenig wog, stimmte die Optik nicht und meine
dicken Beine waren diätresistent, egal wie sehr ich mich mit Hungerkuren und
Sport abmühte. Nach der Geburt meiner Tochter allerdings explodierte ich
förmlich. Ich habe 11 Monate gestillt und konnte es kaum erwarten, den ganzen
Ballast wieder loszuwerden, der sich bei mir - im Vergleich zu anderen - durch
das Stillen nicht verflüchtigte. Am Tag nach dem Abstillen ging es los, mit WW.
Der Erfolg: 2 kg in 3 Monaten. Dann kam Sis, Almased, Kalorienzählen (inklusive
Premium-Mitgliedschaft bei fddb über Jahre), grüne Smoothies, und noch so
einiges mehr. Trotz dass ich über 100kg wog, machte ich viel Sport: Joggen (bis
zu 3 Mal die Woche, 5-12 km), Schwimmen, Eislaufen, Wandern etc. Nichts
passierte. Mein Arzt bescheinigte mir zwar regelmäßig eine sehr gute
körperliche Konstitution, der Orthopäde war überrascht, wie gelenkig ich war,
am Gewicht tat sich aber wenig, mal 5 kg weniger, das wars dann aber auch.
Schilddrüsenunterfunktion stellte dann mal mein Hausarzt fest. "Bleiben
Sie dran, das wird schon." meinte er zu meiner verzweifelten Frage,
weshalb ich nicht abnahm. Frauenarzt und Endokrinologe attestierten mir auch
eine gute Gesundheit, weshalb ich nicht abnahm, konnten sie mir nicht sagen.
Aber ich las in ihren Gesichtern: Du bist nicht konsequent genug! Leider bin
ich am Oberkörper mittlerweile nicht mehr so schlank, wie ich mal war, aber
deutlich schlanker als an den Beinen. Meine Konfektionsgröße am Oberkörper liegt zwischen 42 und 44 (kommt auf den Schnitt der Arme an), Hosengröße ist 48 - 50.



Vor einem Jahr las ich im Netz das erste Mal von Lipödem. Sofort machte ich
einen Termin bei dem nächstgelegenem Phlebologen, Dr. Linz in Leverkusen. Er
bestätigte meine Annahme. Endlich eine Erklärung! Ich war wirklich glücklich.
Er vermaß auch die Beine, venentechnisch alles im grünen Bereich. Schmerzen
habe ich eigentlich auch nicht wirklich. Es zwickt und zwackt zwar schon mal,
aber das habe ich nie auf die Krankheit geschoben. Allerdings sind meine Beine
oft voller blauer Flecken. Dann verordnete er mir Lymphdrainage mittels
eines aufpumpbaren Schlafsacks, weiß nicht, wie ich das sonst beschreiben soll.
10 Mal. Es war ganz angenehm, aber gemerkt habe ich nichts. Hatte auch den
Beinumfang gemessen, da tat sich nichts. Auf meine Frage bei der
Abschlussbesprechung, was die Behandlung denn bringen sollte, meinet er, die
Beine sollten sich leichter anfühlen. Fehlanzeige. Ich glaube, er war
beleidigt, als ich ihm mitteilte, dass ich keinen Unterschied bemerkte.

Dr. Linz verschrieb mir Strümpfe und eine Strumpfhose. Ich habe sie nicht abgeholt.
Ich wohne in einem kleinem Dorf, in der örtlichen Apotheke war man überfordert
und dann sind wir in den Urlaub gefahren. Dann habe ich die Zeit irgendwie
verpasst. Nun ist fast ein Jahr vergangen. Die Diät des Jahres heißt low carb
high fat, abnehmen Fehlanzeige, aber immerhin nehme ich nicht zu und fühle mich
ernährungstechnisch wohl.

Aber so kann und will ich nicht weiter machen!!!

Ich habe in den letzten Tagen viel recherchiert und nun beschlossen, das Thema OP anzugehen. Ich plane, Termine bei Dr. Kristen und Dr. Conrady in Köln und vielleich auch in Düsseldorf/ Kaiserswerth zu machen und mir verschiedene Meinungen anzuhören. Vielleicht kann mir jemand von seinen Erfahrungen im Raum Köln/ Düsseldorf berichten. Zu Dr. Linz möchte ich nicht wieder gehen. Anfangs hat er sich Zeit genommen und mir die Krankheit erklärt, aber dann fühlte ich mich nur noch abgefertigt, da hatte er dann keine Zeit mehr.


Nun, das wars fürs erste.
Liebe Grüße,

Jule

Birgit M.

Administrator

Beiträge: 8 357

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Wohnort: Schleswig Holstein

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2

Samstag, 18. März 2017, 00:29

Hallo Jule,

herzlich Willkommen in unserem Forum :blume:

Du kannst hier eine Menge an Informationen finden in den verschiedenen Boards mit Hilfe der Suchfunktion. Wir haben eine gute Datenbank die sich über Jahre gut mit Wissen und Erfahrungen gefüllt hat :)

Für ein Lipödem sind Flachgestrickte Kompressionssachen auf Maß schon fast ein muss und du solltest dir welche verschreiben lassen, dir ein gutes Sanitätshaus heraussuchen und die Kompressionssachen anpassen lassen.

Dazu dir das Stadium deines Lipödem noch mal durch einen Facharzt der sich mit einem Lipödem auskennt bestätigen lassen und falls du wie geschrieben Liposuktionen machen lassen möchtest, dir Berichte besorgen wo dir Fachbezogene Ärzte (siehe Listen) bestätigen, dass Liposuktionen notwendig sind und dann kannst du bei deiner KK einen Kostenübernahmeantrag beantragen. Das nötige Rüstwerk dazu kannst du alles hier finden.

Das wichtigste ist erstmal ein Arzt der hinter dir steht, dir Rezepte für Lymphdrainage und Kompressionssachen ausstellt.

Zitat

Lymphdrainage mittels
eines aufpumpbaren Schlafsacks,

:D Wahrscheinlich ein Lymphomat ;)

Gebe mal - Lymphomat - in die Suchfunktion ein, da dürftest di einiges darüber finden. Nur ein Lymphomat ersetzt keine Mechanische Lymphdrainage, sie ist unterstützend.

Wenn du Fragen hast - einfach fragen :daumen:

:)
Alles geschieht zu seiner Zeit ! Der Weg ist das Ziel !! - Konfuzius

Varilla71

Schüler

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Beiträge: 2

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3

Samstag, 18. März 2017, 10:32

Hallo Birgit,

vielen Dank für Deine Antwort. Ich werde nächste Woche die Termine machen, hoffentlich nicht erst in 4 Monaten einen bekommen und dann auch die Sache mit den Kompressionsstrümpfen durchziehen. Mal schauen, wie ich das mit MLD regle, es ist schon ein enormer Zeitaufwand, ich glaube nicht, dass ich das hinbekomme, aber mal sehen.

Ich werde weiterhin von meinen Erfahrungen berichten.

LG, Jule

KaroN

Erleuchteter

Beiträge: 1 176

Registrierungsdatum: 25. Februar 2009

Wohnort: M an der I

Beruf: Ingenieurin

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4

Dienstag, 21. März 2017, 16:27

Hallo Varilla71,

wir können alle sehr gut verstehen, dass du keine große Lust auf Kompression hast, hatten wir auch nicht.
Aber aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es schon was bringt. Die Beine fühlen sich leichter an,
werden nicht so schnell dick und bei mir hat es auch ein wenig das Lipödem eingedämmt, nicht dauerhaft, aber ich glaube mir hat es geholfen.

Selbiges gilt für die Lymphdrainagen.
Wichtig ist hierbei entweder eine Praxis in der Nähe deiner Arbeit oder zu Hause zu finden, dann läßt sich das schon ganz gut einplanen.
Die meisten Praxen sind ja auch auch Leute eingestellt, die arbeiten und Familie haben und haben entsprechende Termine.

Geh die Sache mal an und probiers aus.

LG
Karo
Nur weil eine Biene einen gestreiften Rücken hat, ist sie noch lange kein Tiger

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