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PandoraH

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Sonntag, 9. Oktober 2011, 14:55

Mamma Ca und Lymphödem

Nach der Behandlung einer Krebserkrankung, die meist in Form einer Operation erfolgt und oft noch eine Bestrahlung nach sich zieht, stellen sich neben einer gewissen ersten Erleichterung, einen Teil der Krankheit überstanden zu haben, oft dann andere Schäden ein, und zwar relativ häufig am Lymphgefäßsystem.

Trotzdem besteht gerade beim Mamma Ca. der Wunsch nach einem Brustaufbau und/oder einer Angleichung, jedoch wird eine Korrektur-OP manchmal gescheut, da durch Lymphstauungen, Gewebeinfiltrationen bereits erste Bekanntschaft mit diesen sekundären Folgen gemacht wurde und ein erneuter operativer Eingriff riskant erscheint.

In dem Zusemmenhang Lymphödem – rekonstruktive OP sind folgende Besonderheiten zu berücksichtigen:

  • In jedem Fall sollte durch eine begleitende konservative Therapie weiteren Ödem-bedingten Verschlechterungen vorgebeugt werden.
  • Die Lappenplastik sollte nicht aus dem durch die Vor-OP geschädigten Rumpfquadranten erfolgen, denn eine Verwendung von Gewebe vom Rücken könnte sich negativ auf das Ödemgeschehen bzw. -Risiko auswirken. Außerdem sollte die Achsel auf dieser Seite unbedingt geschont bleiben.
  • Deshalb sollte der Aufbau durch Eigengewebe vom Unterbauch vorgesehen werden (per TRAM- bzw. DIEP-Lappen).
  • Es empfiehlt sich, einen lymphologisch geschulten Chirurgen in die Therapieplanung mit einzubeziehen.
  • Ggf. könnte im Zuge der Aufbauplanung eine Lymphgefäßtransplantation in Betracht gezogen werden, die dann erfolgen sollte, wenn sich das Lymphödem ca. 6 Monate nach Auftreten trotz einer konservativen Therapie nicht zurückbildet.
Viele Grüße
Pandora

„Hoffnung ist eben nicht Optimismus, ist nicht Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat - ohne Rücksicht darauf, wie es ausgeht.“
(Vaclav Havel)

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Sonntag, 9. Oktober 2011, 15:17

Plastische Chirurgie

Aktueller Expertenchat zum Thema Brustaufbau
der Deutschen Gesellschaft für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgien

19. Oktober
19 - 20 Uhr

http://www.dgpraec.de/patienten/experten…ach-brustkrebs/

Chat-Archiv: http://www.dgpraec.de/patienten/expertenrat/chat-archiv/
Viele Grüße
Pandora

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Sonntag, 9. Oktober 2011, 17:43

Mammachirurgie

Zitat

Wiederherstellung der weiblichen Brust nach Brustkrebsbehandlungen:

........Unter dem Mikroskop werden feine Blutgefäße zur Durchblutung des Hautweichteillappens angeschlossen. Durch diesen aufwendigen mikrochirurgischen Eingriff wird in den meisten Fällen die Einlage eines Silikonimplantates überflüssig. ......


Zitat

Brustaufbau bei Patientinnen mit chronischem Armlymphödem:

Ein Brustaufbau bei chronischem Armlymphödem birgt Risiken. Durch eine ungünstige Schnittführung kann sich ein bestehendes Lymphödem verschlechtern. Eine postoperative Infektion kann ebenso zu einer Verdickung des Arms nach Brustaufbau führen. Durch spezielle Techniken und spezielle Anschlussgefäße mit lymphschonenden Zugängen können unerwünschte, verstärkte Schwellung des Armes nach der Operation vermieden werden. ......

Quelle: Uniklinik Göttingen, Abt. Plastische Chirurgie

Zitat

Lymphgefäßtransplantation:

Bei einseitigen Armlymphödemen oder einseitigen Beinlymphödemen besteht prinzipiell die Möglichkeit der Wiederherstellung des Lymphabflusses durch extrem verfeinerte mikrochirurgische Eingriffe (Lymphgefäßtransplantation).

Quelle: Uniklinik Göttingen, Abt. Plastische Chirurgie
Viele Grüße
Pandora

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Sonntag, 9. Oktober 2011, 18:27

Weitere Optionen (ganzheitliche Behandlung)

Lymphologie / Physiotherapie / Manuelle Therapie

Thema Ernährung und Antioxidantien (Selen, Enzyme):

Gibt es eine orale oder parenterale Möglichkeit ein postoperatives Lymphödem nach Mamma-Ca. zu beeinflussen?

Thema lymphologische Untersorgung:

Die Manuelle Lymphdrainage nach Brustkrebsoperation - ein Stiefkind der Onkologie?!

Thema Sentinelmethode:

Wächter-Lymphknoten - Wie sicher ist die Prognose?


Thema Nachsorge:

Integrative physiotherapeutische onkologische Nachsorge des Mammakarzinoms

Weiterführende Informationen und Quelle http://www.natum.de/1-0-startseite.html
NATUM Naturheilkunde, Akupunktur und Umweltmedizin e.V.
in der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe, DGGG

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Mittwoch, 12. Oktober 2011, 07:15

Risiko Portthrombose

"Unklare obere Einflussstauung beim Mammakarzinom"

Jens Hasskarl, Stefan Köberich,
Alex Frydrychowicz, Gerald Illerhaus, Cornelius F. Waller


Zitat

ZUSAMMENFASSUNG
Anamnese und klinische Befunde: Eine 41-jährige Patientin mit Mammakarzinom stellte sich mit oberer Einflussstauung in der Notaufnahme vor. Sie war bis 6 Monate vor Aufnahme wegen eines Mammakarzinoms mit einer adjuvanten Radiochemotherapie behandelt worden. Aufgrund der Anamnese und der durchgeführten Untersuchungen wurde die Diagnose einer Port-Katheter-assoziierten Thrombose mit komplettem Verschluss der Vena cava superior gestellt. Nach therapeutischer Antikoagulation konnte
der Port ohne weitere Komplikationen entfernt und die Patientin nach Hause entlassen werden


Weiterführende Informationen bzw. Quelle: http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?id=58441

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Mittwoch, 12. Oktober 2011, 21:29

Zusammenfassung: Lymphödem bei Brustkrebs

"Lymphödem bei Brustkrebs"

Autor: Dr. Ulrich Herpertz


1. Einleitung

Zitat

Das sekundäre Lymphödem bei Brustkrebs ist ein chronisches, teilweise zur Progression neigendes Krankheitsbild. Es entsteht durch eine Schädigung der Armlymphgefäße im Armwurzelbereich mit dadurch bedingter Störung im Lymphabfluss infolge operativer Entfernung oder radiogener Fibrosierung von axillären oder klavikulären Lymphknoten. Entsteht eine solche Lymphstauung durch eine metastatische Blockade in den Lymphknoten wird das Ödem als Malignes Lymphödem bezeichnet. Lymphödeme bei Mamma-Ca. können Arm-, Hand-, zugehörige Brustwand und Brustdrüse betreffen. Das Lymphödem manifestiert sich meist sofort nach der Operation, es kann jedoch auch infolge Narbenschrumpfung erst Monate bis Jahre später auftreten, was besonders nach einer axillären Radiatio beobachtet wird.

2. Lymphödemstadien

3. Lymphödemschweregrade

4. Lymphödemsymptome

5. Lymphödemdiagnostik

6. Lymphödemkomplikationen

7. Lymphödemtherapie
  • 1. Physikalische Ödemtherapie = Komplexe physikalische Entstauung (KPE)
    Richtlininen für die ambulante MLD-Frequenz
    Kompressionstherapie
    Bestrumpfungen der unterschiedlichen Armlymphödemvarianten
    Ergänzende Therapiemaßnahmen
  • 2. Operationen
8. Kontraindikation für MLD

9. Lymphödem-Prophylaxe

10. Sozialmedizinische Beratung

11. Psychologische Betreuung

12. Hinweise auf Selbsthilfegruppen

Autor: Dr. Ulrich Herpertz

Quelle: http://www.oam-krebs.info/information/pa…lymphoedem.html

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Dienstag, 21. Februar 2012, 15:32

Implantate vorsorglich entfernen und Konsequenzen ziehen

Deutsche Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen (DGPRÄC)
06.01.12

Senologen, Gynäkologen & Plastische und Ästhetische Chirurgen
fordern: Implantate vorsorglich entfernen und Konsequenzen ziehen


Berlin – Über das weitere Vorgehen in dem Skandal um fehlerhafte Brustimplantate der französischen Firma „PIP“ sind sich die Präsidenten der Deutschen Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen (DGPRÄC), Prof. Dr. Peter M. Vogt, der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Senologie (DGS), Prof. Dr. Diethelm Wallwiener, sowie der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe, Prof. Dr. Klaus Friese,
einig: „Wir raten zu einer Entfernung ohne Eile, wie es bereits die französische Expertenkommission empfohlen hat. Diese stellte klar, dass Frauen, die keine vorsorgliche Entfernung durchführen lassen, zukünftig mit einer Riss-Gefahr, der Gefahr einer falschen Sicherheit beim Bildgebungsverfahren sowie mit dem Risiko eineskomplizierten erneuten Eingriffs leben müssen. Hinzu kommt die potenzielle, bis heute kaum bekannte Toxizität des nicht konformen Gels".

Weiterführende Informationen und Quelle: http://www.dgpraec.de/news/single-news/?…Hash=b549578503
Viele Grüße
Pandora

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Donnerstag, 1. März 2012, 11:43

Die Manuelle Lymphdrainage nach Brustkrebsoperation - .....

...ein Stiefkind der Onkologie?!

Zitat

Die Manuelle Lymphdrainage (ML) nach Brustkrebsoperation ist immer noch ein Stiefkind der Medizin.Sie wurde von Dr. Vodder entwickelt und seinen ehemaligen Mitarbeitern Asdonk und Földi wesentlich verbessert.

Viele Ärzte und auch Patienten sehen nicht einmal die Notwendigkeit der Verordnung. Die gesamte onkologische Fachliteratur scheint dieses Thema bis auf vereinzelte Hinweise überhaupt nicht zu kennen.
Zu dem nicht nur für Brustkrebspatientinnen interessanten kompletten Artikel von Daniela Seibert (AG Lymphologie) bzw. zur Quelle:http://www.natum.de/143-0-die-manuelle-l…-onkologie.html



Gewusst haben wir Patientinnen mit sek. Lymphödem es schon länger, aber dass auch die Fachwelt jetzt ganz offen vom Stiefkind in der Onkologie redet, wenn es um Lymphödem und Manuelle Lymphdrainage nach Lymphknotenentnahmen geht, ist ein wichtiger Schritt zum offenen Umgang mit dem Thema und ein erster Ansatz, das Problem zu lösen für alle Krebspatienten mit sek. Lymphödem.

Bis dahin ist allerdings noch ein längerer Weg, der nicht nur durch den Dschungel der Unwissenheit führt, sondern auf dem noch andere Hindernisse liegen wie z. B. Kürzungen im Gesundheitswesen. So ist es keine Seltenheit, dass während der AHB/Reha zur Vermeidung des postoperativen Lymphödems keine prophylaktische MLD erfolgt, sondern statt dessen z. B. die Anpassung eines Kompressions-BH. Auf der anderen Seite werden aus Unkenntnis Therapien (z. B. Wärmebehandlungen) durchgeführt, die die lymphpflichtigen Lasten im Stauungsgebiet auch noch erhöhen.

Das A und O ist die Behandlung bei einem auf dem Gebiet der Lymphologie kundigen Arzt, MLD bei dafür qualifizierten Therapeuten und nicht zuletzt die eigene Information, damit sich vorhandene Schäden möglichst nicht ausweiten.

Hoffen wir das Beste!
Viele Grüße
Pandora

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Samstag, 23. Juni 2012, 11:51

Vortragsreihe: Leben! und informiert sein

für Patientinnen mit Brustkrebs oder gynäkologischem Krebs

jeden 1. Donnerstag im Monat, 18 - 19 h

am 01.11.2012 zum Thema: Lymphödem- Ursache und Behandlungsmöglichkeiten

Zitat

Sehr geehrte Patientinnen,
Angehörige und Interessierte,

in unserer "Fortbildungsreihe für Patientinnen" wollen wir die verschiedenen Aspekte der Krebserkrankung beleuchten und mit Ihnen diskutieren.

Referent: Schlicht und Vandeck, Physiotherapie

Wir freuen uns auf Ihr Kommen.

Weitere Information zum Themenabend: http://www.uksh.de/frauenklinik-luebeck/…lichkeiten.html

Flyer: Info Vortragsreihe

Veranstalter: Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Ratzeburger Allee 160, Haus 12, 23538 Lübeck, Tel.: 0451 500-2134, Fax: -2139
Viele Grüße
Pandora

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